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Therapeutisches Reiten

 

Das Therapeutische Reiten findet seit 2010 auf der Reitanlage auf Harkotten statt. Jeweils sechs Kinder unserer Schule üben dort donnerstags zwei Stunden lang den Umgang mit Pferden und schulen dabei ihre Sinne. Dazu stehen den Kindern jeweils drei Pferde zur Verfügung, die von drei oder vier Reittherapeutinnen geführt werden.   

 

Pferde sind die besten Lehrer

 

 

Füchtorf - Fröhliches Kinderlachen dringt aus der kleinen Reithalle auf Schloss Harkotten. Sechs Jungen aus der ersten und zweiten Klasse der Füchtorfer Grundschule haben sichtlich Spaß auf dem Rücken der Vierbeiner. Sie lernen dabei nicht nur reiten, sondern auch Grenzen und Regeln akzeptieren, sich selbst steuern, Sozialverhalten, Kommunikation und das Gefühl, zu einer Gruppe zu gehören. „Therapeutisches Reiten“ ist das Projekt überschrieben, an dem sich die Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule seit Februar beteiligt.

„Unsere Schule hat sich 2009 dem Netzwerk Bewegung und Gesundheit angeschlossen“, erklärt Leiterin Marlies Borisch. Darum sei man auf der Suche gewesen, auch neue Projekte zur Gesundheitsförderung zu starten. „Ich wusste gar nicht, dass therapeutisches Reiten in Füchtorf angeboten wird“, gibt Marlies Borisch zu. Für die Schule ein echter Glücksfall. „Als Kooperationspartner haben wir den Verein kinder-care gefunden, der dies auf dem Schloss Harkotten seit 2007 anbietet.“

Caterina Kupferschmidt, Reitpädagogin und Familientherapeutin, ist hier mit ihrem Team aus sechs Therapeuten aktiv. Sie verfügt über sechs Pferde, die für das Reiten mit Kindern ausgebildet wurden und an Kinder gewöhnt sind. Es sollen möglichst alle Pferde und alle Therapeuten einbezogen werden. „Wir haben vorher im Kollegium entschieden, welche Kinder teilnehmen sollen“, berichtet Marlies Borisch. Aus jeder Klasse ist mindestens ein Kind dabei, wobei letztlich vier Erst-. und zwei Zweitklässler in Absprache mit den Eltern ausgewählt wurden. „Die Jungen finden es total gut und sind begeistert. Sie freuen sich jeden Donnerstagmorgen darauf“, versichert die Schulleiterin. Der Erfolg gibt den Initiatoren recht, denn die Jungen lernen eine Menge. „Es profitieren alle davon, Schüler, Lehrer und Eltern.“

Begleitet werden die Schüler von Lehramtsanwärter Frederick Wiemerslage, der bei allen 16 Einheiten á 90 Minuten dabei ist. Am Schloss angekommen, setzen sich die Kinder erstmal mit Caterina Kupferschmidt zusammen. „Wir klopfen dann ein wenig die Stimmung ab. Dann geht es in den Stall, um die Pferde fertig zu machen und Kontakt aufzunehmen“, berichtet die Therapeutin. Während die Kinder in der ersten Stunde noch Probleme mit dem geraden Sitzen hatten, sind sie mittlerweile schon recht fit und durften jetzt auch erstmals traben, was sie sehr genossen.

„Jede Schule hat Kinder, die wir mit dem Pferd fördern können“, sagt Bernhard Ringbeck von der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Münster. Er ist seit 35 Jahren als Reittherapeut aktiv. „Die meisten Schulen haben das Geld nicht, darum brauchen sie Unterstützung.“ Die Sparkasse Münsterland-Ost ist hier als ein Sponsor in Münster eingesprungen, und hat dies nun auch auf den Kreis Warendorf ausgedehnt. Auch der Landessportbund gibt finanzielle Unterstützung, der Förderverein der Grundschule hilft, die Stadt als Schulträger zahlt die Bulli-Fahrt zum Schloss, und letztlich zahlen auch die Eltern einen kleinen Beitrag.

Wichtig ist allen, dass dieses Projekt auf Dauer eingerichtet wird. „Die Mutter-Kind-Hilfe plant eine Fortsetzung der Maßnahme für ältere Kinder“, sagt Marlies Borisch. Wer sich für therapeutisches Reiten interessiert, kann sich bei Caterina Kupferschmidt melden.

(Quelle: WN vom 11.03.2011)


 

Unterricht auf dem Pferd

Zufriedene Gesichter beim Therapeutischen Reiten: Marlies Borisch, Reittherapeutin Katrin Niermann, Dr. Elisabeth Kawohl, Catharina Kupferschmidt, Stefanie Limberg und Reittherapeutin Janet Schmidt mit den Kindern.

Zufriedene Gesichter beim Therapeutischen Reiten: Marlies Borisch, Reittherapeutin Katrin Niermann, Dr. Elisabeth Kawohl, Catharina Kupferschmidt, Stefanie Limberg und Reittherapeutin Janet Schmidt mit den Kindern. Foto: von Brevern

 

Füchtorf - Sechs Kinder der Emanuel-von-Ketteler-Grundschule haben einmal in der Woche die Gelegenheit, beim Therapeutischen Reiten in der Reitanlage auf Harkotten ihre Sinne zu schulen.

 

Die Kinder packen ihre Picknick-Utensilien zusammen und klettern eins nach dem anderen auf ihre Pferde. Im gemütlichen Schritt zockeln sie an Schloss Harkotten vorbei zum Stall zurück. Was sich anhört wie der Auftakt zu einer malerischen Ponyhofgeschichte, ist in Wirklichkeit eine Schulstunde. Sechs Kinder der Emanuel-von-Ketteler-Grundschule haben einmal in der Woche die Gelegenheit, beim Therapeutischen Reiten in der Reitanlage auf Harkotten ihre Sinne zu schulen.

„Wie selbständig die Kinder inzwischen geworden sind“, staunte Schulleiterin Marlies Borisch bei der letzten Reitstunde vor den Sommerferien nicht schlecht. Sie hatte die fünf Erstklässler und einen Zweitklässler bei ihren ersten Schritten im Februar begleitet. Inzwischen können einige der Kinder ganz alleine reiten. Im Umgang mit den Tieren sind sie im vergangenen halben Jahr viel ruhiger und selbstsicherer geworden, bestätigt die Reittherapeutin Catharina Kupferschmidt.

Marlies Borisch hatte mit Dr. Elisabeth Kawohl höchst willkommenen Besuch mitgebracht. Die Mitarbeiterin der Schulberatungsstelle in Warendorf wollte sich nicht nur selbst ein Bild von dem ungewöhnlichen Projekt machen – sie hatte zudem eine Spende der Schulberatungsstelle in Münster in Höhe von 500 Euro im Gepäck.

Sie freue sich über die Spende, denn das Therapeutische Reiten sei als Zusatzangebot auf Sponsoren angewiesen, bedankte sich Borisch. Seit sechs Jahren funktioniere das Projekt an der Schule gut. Schulanfänger, die bewusst von der Lehrerkonferenz ausgewählt werden, haben ein Jahr lang die Chance, im Zusammenspiel mit den Pferden persönliche und motorische Fertigkeiten zu stärken und zu entwickeln. (Quelle: wn-online vom 9.7.2016)

W.E.v.Ketteler-Schule