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Vorsicht vor Abofallen

Über Chancen und Risiken der neuen Medien klärten Michael Terhörst und seine Kollegen in Füchtorf auf.

Über Chancen und Risiken der neuen Medien klärten Michael Terhörst und seine Kollegen in Füchtorf auf. Foto: Lieber

 

Füchtorf - Weihnachten ist gerade vorbei, und so manches Kind dürfte unter dem Baum ein Smartphone, ein Laptop oder ein Tablet gefunden haben. Doch diese Geräte können oft viel mehr, als es selbst die Eltern wissen.

Von Ulrich Lieber
 
 

Über die Chancen und Risiken klärt zur Zeit das Kreisjugendamt den vierten Jahrgang in der Füchtorfer Grundschule auf. „Wir haben einen Medienschutzparcours aufgebaut“, berichtet Michael Terhörst, einer von vier Teamern des Kreises. Aufgeteilt in fünf Gruppen – eine wird von der jeweiligen Klassenlehrerin geleitet – werden die verschiedenen Themen erarbeitet.

„Wir haben es in fünf Bereiche gegliedert. Das Grundprinzip ist aber bei allen Stationen, dass wir es mit den Schülern gemeinsam erarbeiten“, sagt Terhörst. Einige Gefahren lauern in fast allen Themenbereichen, deshalb ist vorab schon einmal wichtig, dass niemand Daten an Fremde weitergibt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Recht am eigenen Bild, also auch am eigenen Video. Ohne Zustimmung des Betroffenen, beziehungsweise der Eltern, darf ein Foto oder ein Film nicht in den Netzwerken veröffentlich werden.

Der erste Themenschwerpunkt trägt den Titel „Email, Passwörter und Suchmaschinen“. Gerade beim Passwort sollen die Schüler aufpassen, nicht ihren eigenen Namen oder das Geburtsdatum einzugeben. „Wir empfehlen große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.“ Bei den Emails ist es wichtig, keine unbekannten Anhänge oder gar ausführbare Programme zu öffnen, damit sich kein Virus einschleicht. Als Suchmaschine eignet sich für Kinder „Fragfinn.de“.

Das Thema „Handys und Apps“ zeigte auf, was ein Handy so alles kann. Was sind eigentlich Apps, was kann man damit machen?. Zwischen 20 und 30 Prozent der Viertklässler haben im Schnitt schon ein eigenes Handy. „Aufpassen müssen die Kinder auch bei den Abo­fallen“, weist Terhörst auf eine weitere Gefahr hin. „Whatsapp“ bildete ein eigenen Thema, denn dieser Dienst ist besonders angesagt. Die Gefahren liegen hier im Zeitverlust, aber auch im Mobbing. Denn hier können Kinder aus Gruppen ausgeschlossen, unerwünschte Fotos oder Videos gepostet werden. Ebenfalls unangenehm sind die Kettenbriefe, die oft mit gemeinen Drohungen enden.

Ein wichtiges Thema ist immer wieder „Cybermobbing“, das auch Themen-übergreifend angesprochen wurde. „Es geht um ein faires und sicheres Verhalten im Netzwerk. Die Kinder sollen Empathie dafür entwickeln, wann ist jemand Opfer, wer braucht Hilfe?“ Wo bekomme ich Hilfe? Klar, bei den Eltern, aber auch beim Lehrer oder bei der „Nummer gegen Kummer“, ✆ 08 00/ 1 11 03 33. Im letzten Punkt ging es um die Urheberrechte, und damit auch wieder ums Recht am eigenen Bild, und um Orte, an denen nicht fotografiert werden darf.

Aber natürlich gibt es nicht nur Gefahren. „Über Whatsapp kann man Kontakte pflegen, auch zu Menschen, die weit weg wohnen. Es ist günstig, man kann schnell recherchieren und im Notfall telefonieren.“ (Quelle: wn-online vom 14.1.2015)

 

 

W.E.v.Ketteler-Schule