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Facebook ist bei Kindern out

 

Rita Niemerg vom Jugendamt des Kreises Warendorf referierte in Füchtorf über das Thema „Smart mobil“.

Rita Niemerg vom Jugendamt des Kreises Warendorf referierte in Füchtorf über das Thema „Smart mobil“. Foto: Irmler

 

Füchtorf - Kinder und Jugendliche wachsen wie selbstverständlich mit den Möglichkeiten der digitalen Welt auf. Manche Eltern fühlen sich hingegen unsicher und können mit sozialen Medien wenig anfangen.

Von Christopher Irmler

 

Was genau fasziniert das eigene Kind so an Chats und Co? Gelten hier etwa nicht die Gesetze und Regeln der „realen“ Welt? Solchen und ähnlichen Fragen näherten sich einige Eltern am Mittwochabend in der Grundschule. Hier referierte Rita Niemerg vom Jugendamt des Kreises Warendorf zum Thema „Smart mobil“.

Vieles, was der eigene Nachwuchs da am Smartphone oder Laptop macht, bleibt den Eltern verborgen. Auch die Faszination für Onlinechats erschloss sich nicht allen Anwesenden. Die Gründe für die Nutzung solcher Medien sind hingegen oft recht banal. „Natürlich geht es unter anderem um die Selbstdarstellung. Es ist ein Stückweit auch die Sehnsucht nach Anerkennung, die sie sich hier erhoffen. Hier kann man sich toll präsentieren, die Zahl der virtuellen Freunde ist für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiger Wert. Sie deuten dies als Ausdruck ihrer Beliebtheit.“ Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor, sei der Gruppenzwang. Wenn alle Freunde auf einer bestimmten Plattform aktiv sind, steigere dies den Wunsch, ebenfalls Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Auf den ersten Blick müsste Facebook somit extrem beliebt bei ihnen sein. Dem sei aber nicht so, betont Niemerg. „Dieses soziale Netzwerk ist für sie mittlerweile wieder out. Dort tummeln sich zu viele ihrer Eltern und Verwandten.“

Auch der weit verbreitete Dienst Whatsapp halte so manche Falltür bereit. Laut AGB ist dieser für Jugendliche ab 16 Jahren gedacht, was in der Praxis jedoch nicht kontrolliert wird. Generell warnt Niemerg vor einem zu sorglosen Umgang mit dem Themenbereich. „Mit einem Smartphone haben die Kinder die Welt des Internet quasi in der Hosentasche. Das sollte allen Erziehungsberechtigten klar sein.“ Einerseits sollten Eltern ihre Kinder nicht zu streng überwachen, ihnen andererseits jedoch auch nicht freie Hand geben. Ein Mediennutzungsvertrag könne ein guter Mittelweg sein. „Jede Familie ist anders. Daher ist es wichtig, dass alle gemeinsam gewisse Regeln aufstellen.“

Doch all die gemeinsam aufgestellten Regeln nützen nichts, wenn sich Eltern neuer Technologie verschließen. „Machen Sie sich selbst fit im Umgang mit dem Internet und Smartphones.“ Abgesehen davon gelte es, die Kinder für die Gefahren zu sensibilisieren. „Machen Sie deutlich, dass ihr Kind nicht jedem Kontakt im Internet vertrauen kann.“ Auch das Preisgeben sensibler Daten und das unbedachte Hochladen von Fotos seien oft begangene Fehler mit unkontrollierbaren Folgen. „Fotos von Kindern gehören nicht in irgendein soziales Netzwerk, sondern in das heimische Fotoalbum – auch wenn es altmodisch sein mag.“ (Quelle: WN-online vom 22.01.2015)

 

W.E.v.Ketteler-Schule