Home
Aktuelles/Corona
Termine
Logineo LMS
Wir über uns
Unsere Schule
Förderverein
Durch das Jahr
Einschulung 2020
Einschulung Fotos
Feuerwehr
Lichterkinder
Neuer Pavillon
Nikolausfilm 3a
Nikolaufilm 3b
Weihnachtsgruß
Projekte
Füchtorf
Impressum
Sitemap
Datenschutzerklärung


aktualisiert am 25.4.2021

Feuerwehr unterstützt Verkehrserziehung an der Grundschule

 

Die ganze Klasse im Toten Winkel

Sassenberg - Der Tote Winkel ist für Lkw-Fahrer ein wahrer Albtraum. Zahlreiche Unfälle passieren, weil die Fahrer jemanden im Rückspiegel nicht sehen konnten. Die Klasse 4a der Füchtorfer Grundschule hat dank der Feuerwehr nun erfahren, was es mit dem Toten Winkel auf sich hat.

 

Die Klasse 4a passt lockern in den Toten Winkel Dahinter stehen Hiltrud Schoppman, Stefan Lienker und Nikolas Tarner.

 

Die Klasse 4a passt lockern in den Toten Winkel Dahinter stehen Hiltrud Schoppman, Stefan Lienker und Nikolas Tarner. Foto: Ulrike von Brevern

 

 

Felix sitzt auf dem Fahrersitz des Löschfahrzeugs und sucht seine Klassenkameraden. „Siehst du jemanden?“, ruft Stefan Lienker zu ihm hoch. „Nee“, kommt es zögernd von oben. Die gesamte 4a der Füchtorfer Grundschule hat sich vor dem Kühler des Löschfahrzeugs versammelt. Doch der Fahrer hinter dem Lenkrad hat keine Chance, irgendjemanden zu sehen. Noch dreimal wird Feuerwehrmann Lienker an diesem Vormittag das Experiment für alle Klassen des dritten und vierten Schuljahrs wiederholen, dreimal wird er Erstaunen ernten.

 

Zu ersten Mal hat Lienker gemeinsam mit Kamerad Nikolas Tarner das Löschfahrzeug der Füchtorfer Feuerwehr auf den Schulhof gefahren, um bei der Verkehrserziehung zu helfen. Die Kindern sollen erleben, welche Gefahr vom Toten Winkel bei Lkw ausgeht.

 

 

Wie viele Unfälle genau darauf zurückgehen, kann die Polizei nicht sagen. Unfallforscher gingen bei einer Studie 2016 von rund 650 entsprechenden Unfällen bundesweit aus mit bis zu 40 Toten. Für den Schutz besonders von Fußgängern und Fahrradfahrern hat der Gesetzgeber bereits einiges getan. So müssen Lkw mit einer Vielzahl an Spiegeln ausgestattet sein, die den Toten Winkel eigentlich verhindern sollten. Das klappt allerdings nur, wenn sie individuell perfekt eingestellt sind, und das ist zeitaufwendig. Zudem können Kameras dem Fahrer bei der Rundumsicht assistieren. Gerade letzteres hat sich auch bei Schülern der 4a rumgesprochen. „Aber das ist Technik“, erwidert Lienker, „die kann auch ausfallen“.

 

 

Die beiden Feuerwehrmänner haben ein weiteres, eindrucksvolles Experiment auf Lager. Das kennen die Kinder zwar schon aus der „Sendung mit der Maus“, aber es selbst zu erleben, ist etwas anderes. Diesmal sitzt Lehrerin Hiltrud Schoppmann auf dem Fahrersitz. Sie hat die gleiche Blickhöhe wie ein echter Fahrer. Die Kinder stehen rechts neben dem Fahrzeug, so wie sie es auch im Straßenverkehr täten. Im Seitenspiegel achtet die Lehrerinn genau auf den Pylon, der außen vorbei getragen wird. Plötzlich ist er weg und taucht erst eine ganze Zeit später beim Blick durch das Seitenfenster wieder auf. Die Klasse 4a passt locker in das Dreieck, dass sich hier neben dem Fahrzeug gebildet hat. Nun dürfen die Kinder selber vom Fahrzeugsitz aus staunen.

 

„Die Kinder waren doch sehr erschrocken, dass der Fahrer so blind ist“, freut sich Lienker über den praktischen Erfolg der Aktion. Beeindruckt waren sie auch zu hören, dass der Fahrer nach dem Unfall einfach weiterfahren könnte: „Die Fahrzeuge sind so gut isoliert und gefedert, der merkt das gar nicht“, warnt Lienker.

 

Im Verkehrsunterricht werden die Kinder der 4a, die im April ihre Fahrradprüfung ablegen, nun nach und nach lernen, was am besten gegen solche Unfälle hilft: Besser gar nicht neben einen Laster zu fahren, ansonsten Augenkontakt mit dem Fahrer zu suchen und zu warten, bis er abgebogenen ist.(Quelle: www.wn.de vom 22.9.2020)

 


 

Toter Winkel ist eine große Gefahr

Füchtorf (dor) - Verkehrserziehung einmal praktisch: Am Montagmorgen waren Nikolaus Tarner und sein Kollege Stefan Lienker mit einem Löschfahrzeug auf den Schulhof der Grundschule vorgefahren, um die Dritt- und Viertklässler für die Gefahren des toten Winkels zu sensibilisieren.

 

 

Foto: D. Reimann

Erschreckend groß sind die toten Winkel, die eine Gefahr für Fußgänger und Fahrradfahrer darstellen. Diese 24 Kinder, die im toten Winkel des Löschfahrzeugs stehen, sind für den Fahrer allesamt unsichtbar.Foto: D. Reimann

 
Und dieser ist größer als weithin angenommen. Ganz verwundert blickt Maike Feuerwehrmann Stefan Lienker an. Wo sind ihre Klassenkameraden geblieben, scheint ihr Blick zu fragen.
 
Schülerin sieht ihre Mitschüler nicht mehr
 
Eben noch stand sie doch höchstselbst mit ihnen in der Gruppe neben dem großen Feuerwehrauto. Doch jetzt sieht die Drittklässlerin, die hinter dem Steuer des Löschfahrzeugs Platz genommen hat, in den Spiegeln niemanden mehr. Dabei hat sich keiner ihrer 23 Mitschüler vom Fleck wegbewegt.
 

Sie alle stehen immer noch in jenem Bereich, den man gemeinhin „toter Winkel“ nennt. Der Begriff steht für jene Zonen außerhalb des Fahrzeugs, die der Fahrer trotz vieler Spiegel nicht einsehen kann.

 

Und das führt gerade in Kreuzungsbereichen, wenn Busse und Lastkraftwagen mit Fahrradfahrern oder Fußgänger aufeinandertreffen, zu den gefährlichsten Situationen. Und diese enden leider all zuoft tödlich.

 

Um auch die jüngsten und damit gefährdetsten Verkehrsteilnehmer für dieses Thema zu sensibilisieren, waren am Montagmorgen Nikolaus Tarner und Stefan Lienker von der Feuerwehr Füchtorf zu Gast bei den Dritt- und Viertklässlern der Emanuel von Ketteler-Grundschule. (Quelle: www.die-glocke.de vom 22.9.2020)

 

W.E.v.Ketteler-Schule