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Eigentlich ist er unverzichtbar

Ein wenig wehmütig blickt Hausmeister Günter Pohlschmidt drein, als ihn die Schulgemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Ein wenig wehmütig blickt Hausmeister Günter Pohlschmidt drein, als ihn die Schulgemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Foto: von Brevern

 

Füchtorf - Ein wenig wehmütig blickte Günter Pohlschmidt rein, als sein Abschiedsfilm über dei Leinwand flimmerte: Nach 22 Jahren als Hausmeister an der Grundschule Füchtorf verabschiedete ihn die Schulgemeinschaft gestern in den Ruhestand – nur den Bulli will er weiterhin fahren.

 

„Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl jetzt zu gehen“, gibt Günter Pohlschmidt unumwunden zu, während mehr und mehr Kinder in die Aula der Füchtorfer Grundschule strömen. 22 Jahre lang war der gebürtige Füchtorfer hier Hausmeister, am letzten Tag vor den Sommerferien bereiteten ihm Eltern, Lehrer und Kinder einen warmherzigen Abschied in den Ruhestand.

Pohlschmidt steht sichtlich ungern im Mittelpunkt, aber da muss er jetzt durch. Die Kinder haben für „ihren“ Günter einen Film gedreht, so darf sich der Hausmeister von der Bühne zurückziehen und im Kreis der Kinder zuschauen. Ob er denn schon immer Hausmeister werden wollte, fragen sie ihn im Film. „Eigentlich nicht, ich habe vorher einen richtigen Beruf gemacht“, lautet die Antwort, die in viel Gelächter fast untergeht.

Dabei ist er für die Schulgemeinschaft eigentlich unersetzlich. Stühle kleben, Lampen im Handumdrehen reparieren, Schulmilch ausgeben, Schulbulli fahren: Günter ist immer da, für jedes Problem hat er eine Lösung. Würde er gerne hier bleiben? „Auf jeden Fall, ich würde mit dem Rollator kommen“, schmunzelt er auf die Schülerfrage. Ob er denn auch schlechte Erinnerungen hat? „Die blöden Erlebnisse vergisst man“, kommt die prompte Antwort.

22 Jahre als Schulhausmeister haben Pohlschmidt im Ort bekannt gemacht. Generationen von Kindern haben sich von ihm die Schulmilch aushändigen lassen. Nur wenige Monate nach Schulleiterin Marlies Borisch hat er seinen Dienst aufgenommen – und das Verhältnis war immer sehr gut, erzählt Pohlschmidt. Überhaupt habe die Grundschule ein tolles Kollegium und man habe sich in der ganzen Zeit nie gegenseitig geärgert, gibt Pohlschmidt die Anerkennung, die er von den Lehrern bekommen hat, gerne zurück.

Er würde am liebsten genau das gleiche noch einmal machen, hatte er den Schülern in ihrem Interview geantwortet. Das geht zwar nicht, aber nach einem Ständchen, das ihm die ganze Schulgemeinde gemeinsam singt, hat er dann doch noch eine Überraschung parat: Bonbons natürlich, mit denen er die Fahrschüler in seinem Bulli all die Jahre lang verwöhnt hat, aber vor allem die Zusage: „Den Bulli werde ich für euch weiter fahren.“

Wenn Günter Pohlschmidt zu diesem Zeitpunkt dachte, seinen Abschied hinter sich gebracht zu haben, so täuschte er sich. Die große Überraschung kam nach Schulschluss. Die Schulgemeinde stand Spalier, als ihn die Kameraden vom Oldtimer-Löschzug mit einem Feuerwehr-Oldtimer in den Ruhestand abholten. (Quelle: wn-online vom 9.7.2016)

 

W.E.v.Ketteler-Schule